BrachenBrunch goes Brachfläche

Der einen oder dem anderen ist es vielleicht schonmal zugetragen worden. Das „BrachenBrunch“ ist ein bis dato informelles Kulturformat, bei dem auf einer Brachfläche in Dresden einen Tag lang die Gegebenheiten und Dinge des Ortes zu etwas neuem transformiert werden und dabei zugleich der Zustand des Ortes und unserer Sicht auf ihn hinterfragt werden.

Im Jahr 2014 wagt sich das BrachenBrunch in das Feld der kulturellen Bildung vor:

Mit der Unterstützung von > Bildungscent e.V. in Berlin und Schulen aus dem Umfeld von Dresden veranstaltet Felix Liebig für die > arbeitsgemeinschaft  u r b a n o f e e l  GbR wie im folgenden Teaser beschrieben eintägige Brachen-Workshops im Programm > KlimaKunstSchule – oder „Artistic Seed-Bombs“:

Beim BrachenBrunch ziehen die Gäste los, um eine Brache in einen Erlebnisraum zu trans-formieren: Müll formen sie zu Skulpturen, Flora und Fauna finden Eingang in eine Biokartei, Brot-dosen werden Teil eines soziales Diagramms. Aus den Aktionen kreieren sie gemeinsam mit Felix Liebig eine Performance. Ausgestattet mit einem Toolset aus Handschuhen, Raumanzügen und analogen wie digitalen Werkzeugen erarbeiten sie ein stadtökologisches Mindset. Auf der Gästeliste stehen neben Schülerinnen und Schülern, auch Lehrer und Eltern.

Das erste BrachenBrunch’14 fand mit dem Gymnasium Bürgerwiese und der Ostrale im Ostragehege Dresden statt. Zur Zeit ist das Projekt mit den zwei ersten Workshops in der Pilotphase. Im > BrachenBrunchBlog finden sich dazu viele weitere Informationen. Hier auf Brachfläche sollen die Orte dokumentiert werden.

BrachenBrunch Preparation Anzug Logo

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Neues Gartenprojekt auf Brachfläche in Löbtau

Gemeinsam Gärtnern in Löbtau
Eine Brachfläche wird zum Gemeinschaftsgartenprojekt: An der Columbusstraße in Löbtau wird derzeit eine Freifläche von ihrem Müll befreit. Auf der großen Anlage entsteht ein Stadtpark mit zusätzlich etwa 300 m² Gartenland zur freien Verfügung. Gemeinsam gegärtnert wird ab Juli 2014. Unterstützung findet das ganze Projekt von der Stadt Dresden, welche sich auch für die Finanzierung der Baumaßnahmen des Parks verantwortlich zeichnet.
Wir vom Verein „Haushalten Dresden e.V.“ sowie „Werk.Stadt.Laden.“ möchten den „Bürgergarten Columbusstraße“ als einen Ort des Austausches, der Kommunikation und der Ruhe inmitten des sich dynamisch entwickelnden Stadtteils Löbtau etablieren. Gemeinsam soll ein Garten entstehen, welcher dazu einlädt zu verweilen.
Für dieses Projekt werden Interessierte gesucht, die Lust haben den Garten mit aufzubauen und daraus etwas Nachhaltiges zu gestalten. Jeder kann mitmachen – egal ob Jung oder Alt, Gartenprofi oder Frischling.
Bei Interesse oder Fragen einfach melden: buergergarten@gmail.com
Isabelle, Marc und Robin
Planansicht Gemeinschaftsgarten

Planansicht Gemeinschaftsgarten

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Dialog über die Grenzen des Wachstums

Immer mehr Container, immer mehr Waren, immer mehr Wachstum. Aber geht wirklich immer mehr? Gilt noch das alte Gesetz vom Wachstum oder muss man kritisch hinterfragen? Seit der Finanzkrise wurde von einer Trendwende geredet. Wachstum wird direkt an unseren Wohlstand gekoppelt. Aber das System scheint zu stottern. Märkte sind gesättigt, wir werden immer älter. Und was ist mit unserer Zufriedenheit?

Quelle: Phoenix

Quelle: Phoenix

Die Grenzen des Wachstums werden laut Prof. Loske immer deutlicher. Auf einer Barkasse im Hamburger Hafen diskutiert er mit Michael Krons über dieses sehr spannende Thema. Ökonomische und ökologische Aspekte werden berücksichtigt, ein Blick in die Vergangenheit zeigt den Umgang mit dem Thema Wachstum in Deutschland.

„IM DIALOG“ ist eine Sendereihe von Phoenix

Hier geht es zum Video (neues Fenster)
Michael Krons im Dialog mit Prof. Reinhard Loske.

Literaturempfehlung: „Haben oder sein“ von Erich Fromm

Hörempfehlung: „Lieder vom Ende des Kapitalismus“ von Peter Licht

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Brachfläche.de bei der Löbtauer Runde

Loebtauer-Runde-LogoDie Löbtauer Runde ist eine Interessengemeinschaft, die sich durchschnittlich 6 mal jährlich zu Beratungen in unterschiedlichen Einrichtungen der Teilnehmer treffen. Ziel dieser Beratungen ist vor allem das Kennenlernen anderer Einrichtungen und Initiativen, die in Löbtau entsprechend ihrem Selbstverständnis aktiv sind, der Austausch von Informationen zu Veranstaltungen im Stadtteil zur wechselseitigen Unterstützung von Aktionen, die einzelne Mitglieder der Löbtauer Runde planen und durchführen Überlegungen zur Verbesserung der Lebensqualität der Löbtauer Bürger.

Auch Sie sind eingeladen, sich an diesem Austausch zu beteiligen.

Brachflaeche_de_Screenshot_Löbtau_orgAm Mittwoch, dem 13. Mai 2014 zunächst um 18:00 Uhr mit einer Führung durch die 36. OS; im Anschluss dann um 18:30 Uhr mit der regulären Sitzung, beides in der Emil-Überall-Straße 34, 01159 Dresden.

In der regelhaften Rubrik „Löbtau Aktuell“ am Beginn der Sitzung stelle ich Brachfläche.de vor.

Ich freue mich auf ihr Kommen!

 

Mehr Informationen gibt es auf

http://www.löbtau.org

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Hufewiesen Trachau

Hufewiesen Trachau LogoDer Verein Hufewiesen e.V. möchte eine bäuerliche Kulturlandschaft in der Stadt mit historischem Dorfkern entwickeln.

Die Bürgerinitiative „Waldpark Trachau“ entstand im Juli 2011; im Januar 2012 wurde daraus der Verein Hufewiesen Trachau e.V..
Initiatoren sind Anwohner und Menschen, die die Hufewiesen bis zum Sommer 2012 als offen zugängliche Pferdeweide (mobile Zäune) erlebt haben. Die Finanzierung erfolgt bis jetzt vollständig aus Spenden.

Besonderheiten

IFDas Gelände: Mitten in der Stadt finden sich hier auf 13 Hektar Wald und Wiesen. Ehemals waren diese durch Ackerland und Gärtnereien geprägt. Angrenzend gibt es noch dörfliche Strukturen und eine extensiv genutzte bäuerliche Kulturlandschaft mit Gründerzeitgebäuden und Reformsiedlungsbau aus den 1920er und 1930er Jahren. Dieses Aufeinandertreffen ist einmalig für Dresden und auch darüberhinaus.
Ansatz des Vereins: Der Verein setzt sich für einen offenen Dialog mit dem Haupteigentümer, einer Immobiliengesellschaft, mit der Stadtverwaltung, mit Politikern und Bürgern ein. Ziel ist nicht nur, die eigenen Interessen durchzusetzen (sprich: die Einheit von Dorfkern und bäuerlicher Kulturlandschaft zu erhalten), sondern, einen Prozess anzustoßen, der dem Ort und seiner Eigenheit gerecht wird. Credo: Ein Konzept, das dem Ort gerecht wird, ist gut für alle, auch aus wirtschaftlicher Sicht!
Der Streit: Die Hufewiesen sollen teilweise durch den Eigentümer bebaut werden. Der Verein möchte jedoch die Fläche als Grünfläche erhalten. Es handelt sich um einen Interessenkonflikt, der bislang trotz Bürgerbefragungen und Vermittlungsversuchen nicht gelöst ist. Laut der Stadt Dresden existiere derzeit kein Baurecht auf den Hufewiesen, da die Fläche als Hochwasserschutzgebiet ausgewiesen sei, an einer Bahntrasse liegt und durch Fluglärm beeinträchtigt wird.

Die Zukunft: Die eben genannten Hindernisse können dazu führen, dass sich das Unternehmen wieder von seinem Grundbesitz trennt. Die Fläche sei Berichten zufolge durch das Unternehmen für etwa 1,2 Millionen Euro erstanden worden. Laut DNN soll der Verkaufspreis um ein vielfaches höher liegen. Also wird weiter verhandelt und es bleiben viele Fragen offen:

  • Wie kann ein ehrenamtlicher Verein eine derart hohe Summe Kapital aufbringen?
  • Der Eigentümer besitzt die klare Absicht der Gewinnmaximierung; wenn also kein Baurecht besteht, handelt es sich nicht dann um „totes Kapital“, welches doch ein Börsennotiertes Unternehmen besser Anlegen könnte?
  • Da es sich um Stadtraum handelt, kann laut nach der Rolle der Stadt in diesem Konflikt gefragt werden. Wie und in welcher Form geht also die Stadtplanung mit den Hufewiesen um?
  • Welche Rolle könnte die Stadt bei einem eventuellen Rückkauf einnehmen?

Die Entwicklung bleibt also ungewiss. Der Verein möchte das Geld über eine Kampagne sammeln. Sie können diese unterstützen! Bitte informieren Sie sich hierzu auf der Webseite des Vereins.

Nächste Aktionen des Vereins

Leben! Jährliches Trachenfest – 2014 am 24. Mai.
Retten! Hufewiesen im Wahlkampf – Wahlzeitung mit Stellungnahmen der Kandidaten für den Dresdner Stadtrat zur Zukunft des Geländes als Wurfsendung für die Haushalte im Wahlkreis 3
Gestalten! Vorschläge für die Gestaltung und Pflege der Hufewiesen als Bürgergrün, d.h. öffentlich zugänglicher, naturnah gestalteter Freiraum – ohne Kosten für die Stadt!
Gestalten! Wahrnehmungswerkstatt® mit der Gruppe transform aus Berlin, um die besonderen Eigenschaften dieses Ortes zu ermitteln und daraus Nutzungsvisionen abzuleiten; möglichst zusammen mit dem Eigentümer, Politik, Verwaltung und potentiellen Partnern für den Erwerb des Geländes zwecks Grünerhaltung
Retten! Arbeit an einem Finanzkonzept für Erwerb und Bewirtschaftung der Hufewiesen als Bürgergrün, ggf. mit Elementen von Wohnbebauung oder Gewerbepark für Kreative

Weiterführende Links
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Erhalt des 1. Wächterhauses Dresdens

Das erste Wächterhaus Dresdens ist in Gefahr! Helft mit, es zu erhalten!

Finanzierungszeitraum: 24.03.2014, 09:21 Uhr bis 31.05.2014, 23:59 Uhr

Worum geht es in diesem Projekt?

Brachflaeche_Projekt_Waechtergarten_Waechterhaus_Dresden_Emmerich_Ambros_Ufer2Im Mai 2013 haben wir, der Verein HausHalten Dresden e.V., das erste Wächterhaus Dresdens am Emerich-Ambros-Ufer 42 eröffnet, kurz EAU42 genannt. „Wächterhäuser“ sind ein Zwischennutzungskonzept, bei dem leerstehende Häuser wiederbelebt werden, um deren Räumlichkeiten an Menschen und Projekte zu vergeben, die sich künstlerisch, kulturell oder sozial engagieren. Die Räume können wir sehr kostengünstig vergeben, da der Hauseigentümer für die Zwischennutzung keine Miete verlangt. Es ist also der ideale – und in Dresden auch dringend benötigte – Ort, an dem Menschen die Möglichkeit haben, in bezahlbaren Räumen ihre Ideen und Projekte zu verwirklichen!
Dass kreative Freiräume in Dresden dringend benötigt werden, zeigt sich daran, dass das EAU42 sofort großen Anklang fand. Binnen kürzester Zeit hat sich das Haus komplett gefüllt! Heute finden in den 27 Räumen Künstler_innen, Fotograf_innen, Vereine, Autor_innen, Designer_innen und Werkstätten einen Ort zum Arbeiten.
Daneben haben wir auch ein öffentlichen Projektraum eingerichtet, den jede_r (also auch Aussenstehende), der/die Interesse hat, kurzfristig für temporäre Projekte wie beispielsweise Ausstellungen, Workshops, etc. nutzen kann. Kurzum: Das EAU42 ist eine wichtige Bereicherung der soziokulturellen Szene Dresdens!

Damit das Haus weiterhin als Wächterhaus genutzt werden darf, müssen wir Auflagen der Bauaufsichtsbehörde erfüllen und einen Umnutzungsantrag stellen. Damit ist einiges an Kosten verbunden, die weder von uns, dem Verein HausHalten Dresden e.V., noch von den Nutzenden des Wächterhauses gestemmt werden können. Ohne eine erfolgreiche Umnutzung kann das EAU42 allerdings nicht weiterbestehen und muss geschlossen werden!

Um diesen kreativen Ort für Dresden erhalten zu können, brauchen wir Eure Unterstützung und laden Euch ein, Teil dieses spannenden Projekts zu werden! Jeder Beitrag ist wichtig!

Was sind die Ziele und wer die Zielgruppe?

Brachflaeche_Projekt_Waechtergarten_Waechterhaus_Dresden_Emmerich_Ambros_Ufer3Ziel des EAU42 im Speziellen und von HausHalten Dresden e.V. im Allgemeinen ist es, bezahlbaren Projektraum für Künstler und kulturell engagierte Menschen und Vereine zu schaffen.

Die Zielgruppe für dieses Crowdfunding-Projekt sind alle Menschen, die der Meinung sind, dass kreative Freiräume eine wichtige Voraussetzung für Kunst, Kultur und gesellschaftliches Engagement sind und die die Schaffung solcher kreativen Freiräume unterstützen! Gerade in Zeiten, in denen kommunale Politik ihre Unterstützung versagt und zahlreiche suchende Menschen und Initiativen mit dieser Problematik allein lässt, gilt es, eigenständig organisierte Projekte zur Schaffung kreativer Freiräume zu unterstützen!

Warum sollte man dieses Projekt unterstützen?

Der Erhalt des Wächterhauses EAU42 ist unterstützenswert, damit dieser kreative Freiraum für Kunst, Kultur und gesellschaftliches Engagement erhalten bleibt! Ohne Eure Unterstützung und eine erfolgreiche Finanzierung der Umnutzung wird das Wächterhaus EAU42 nicht weiterbestehen können!

Unmittelbar profitieren davon künstlerisch und sozial engagierte Menschen und Initiativen, die die Räume im EAU42 nutzen. Mittelbar profitiert aber ebenso das soziokulturelle Leben des gesamten Stadtteils und letzlich ganz Dresdens vom EAU42. Dresden braucht das Wächterhaus!

Als Dankeschöns erwarten Euch handgefertigte Leckerbissen des künstlerischen und handwerklichen Schaffens der derzeitigen Nutzer_innen des EAU42! Oder aber ihr nehmt an einem der angebotenen Workshops teil, in denen das geballte Wissen zu literatischem Schreiben, Fotogrammerstellung, Messerschleifen oder elektronischer Bastelei weitergegeben wird! Oder aber ihr entscheidet Euch für einen Gemüsekorb aus dem Wächtergarten, der mit Gemüse gefüllt ist, dass in liebevoller, kleingärtnerischer Gemeinschaftsarbeit gezogen wurde! So vielfältig wie die Nutzer_innen des EAU42 sind auch die Dankeschöns!

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Brachflaeche_Projekt_Waechtergarten_Waechterhaus_Dresden_Emmerich_Ambros_Ufer1Das Geld wird zur Finanzierung des Umnutzungsantrags sowie für Baumaßnahmen genutzt, die zur Erfüllung der Auflagen aus dem Umnutzungsantrag erforderlich sind.

Dies umfasst im Einzelnen:
– Bearbeitungsgebühren der Bauaufsichtsbehörde
– Erforderliche Planungskosten des Architekten
– Sach- und Baukosten für die Erfüllung der Umnutzungsauflagen; vorrangig für Brandschutzmaßnahmen (Feuerlöscher, Rauchmelder, selbstschließende Türen, Mauerarbeiten, etc.)

Darüber hinaus entstehen durch die Herstellung einiger Dankeschöns Kosten, die ebenfalls durch das Projektbudget abgedeckt werden müssen.

Wer steht hinter dem Projekt?

Hinter dem Projekt stehen der gemeinnützige eau42 – wächterhaus dresden e.V. und der HausHalten Dresden e.V. HausHalten Dresden e.V. ist ein sich gemeinnützig engagierender Verein, dessen Ziel es ist, Wächterhäuser in Dresden und Umgebung zu schaffen. Mit Wächterhäusern versucht HausHalten Dresden e.V., erschwinglichen Raum für nichtkommerzielle künstlerische und soziale Projekte zur Verfügung zu stellen, der in Dresden so dringend benötigt wird. Der Verein eau42 – wächterhaus dresden e.V. ist der Zusammenschluss der einzelnen Nutzenden des Wächterhauses EAU42.

Hier könnt ihr das Projekt direkt unterstützen!

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Wächtergarten Dresden

Was wir wollen und was wir tun 

Im Raum Dresden stehen an vielen Stellen Häuser leer und verfallen. Gleichzeitig sind Künstler, Kultur- und soziale Vereine immer wieder auf der Suche nach Räumen, die sie kostengünstig nutzen können. Nach dem bewährten Leipziger Vorbild mit der Grundidee des Wächterhauses (mehr dazu unter Leipziger Verein Haushalten e.V.) hat sich in Dresden ein Verein gegründet, der dem abhelfen will. Grundidee von HausHalten Dresden ist: der Verein schafft einen verlässliche Rahmen, um zwischen interessierten Nutzern und Eigentümern, die ihre Häuser für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung stellen wollen zu vermitteln. Grundlage der Nutzung ist eine Nutzungsvereinbarung über mehrere Jahre. Davon haben alle etwas: die Eigentümer werden von laufenden Kosten entlastet, das Gebäude wird in seinem Zustand erhalten, und Schäden werden schneller bemerkt. Die Nutzer können Räume günstig nutzen. Und nicht zuletzt gewinnt das kulturelle Leben der Stadt.

Eigentümer 

Sie besitzen ein leer stehendes Gebäude oder Grundstück und haben Interesse an einer Zwischennutzung Ihres Objektes durch Künstler, Kreative, Vereine und/oder andere nicht-kommerzielle Projekte? Dann melden Sie sich bei uns! Der Verein HausHalten Dresden e.V. vermittelt zwischen Ihnen als Eigentümer und interessieren Nutzer(-gruppen) und schafft eine rechtlich verlässliche Grundlage für die Zwischennutzung mit Hilfe der “Gestattungsvereinbarung Haus”. Für den Zeitraum der Zwischennutzung “bewachen” die Nutzer das Objekt, können sofort auf auftretende Mängel hinweisen und diese ggf. beheben. Die Nutzer tragen die anfallenden Nebenkosten, bewahren Ihr Objekt vor (weiterem) Verfall, sorgen für eine Belebung des Quartiers und werten es durch Ihr Engagemant sogar auf. Für weitergehende Informationen setzen Sie sich bitte gern telefonisch unter 0172/ 6734694 oder per E-Mail (haushaltendd[at]gmail.com) mit uns in Verbindung. Wir beraten Sie gern und geben Ihnen Auskunft zur Gestaltung der “Gestattungsvereinbarung Haus”.

Zwischennutzer

Das Wächterhaus kann im Rahmen einer Zwischennutzung Vereinen, Künstlern, Kreativen und Projekten aus dem kulturellen und sozialen Bereich Räume zur Verfügung stellen. Die Nutzung von Räumlichkeiten für Wohnzwecke ist im Wächterhaus nicht möglich. Ihr habt Interesse an Räumlichkeiten in einem Wächterhaus? Dann meldet Euch mit einer kurzen Vorstellung Eurer Nutzungsidee bei uns. Bitte nutzt dafür unser Formular für Raumanfragen oder sendet eine E-Mail an haushaltendd@gmail.com.

RAUMANFRAGE (externer Link)

Quelle: http://blog.haushalten-dresden.de/
Fotos (c) Wächtergarten Dresden

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Was sind eigentlich Brachflächen?

Der Begriff Brachfläche kommt ursprünglich aus der Landwirtschaft und bezeichnet eine Fläche, die zur Regeneration der Bodenfruchtbarkeit nicht bestellt wird:

„Dann heiszt brache der brach liegende, ruhende Acker selbst“ (Deutsches Wörterbuch der Gebrüder Grimm)

Mit einem sich anschließenden „brachen“ wird die Fläche wieder für eine Nutzbarmachung vorbereitet. Dieser Flächenkreislauf existiert vornehmlich in der Dreifelderwirtschaft.

Brachen können in einem ersten Schritt zwischen städtischen und ländlichen Flächen unterschieden werden. Im landwirtschaftlichen Kontext unterscheidet man vorwiegend Grünland- und Ackerbrachen, während man Stadtbrachen nach weiteren Gesichtspunkten klassifizieren kann. Nachfolgende Assoziationswolke verdeutlicht das Spannungsfeld, indem sich urbane Brachflächen befinden.

Wortwolke Brachflächenassoziation

Wortwolke Brachflächenassoziation

 

Als Stadtbrachen werden innerstädtische Flächen bezeichnet, die dauerhaft oder temporär nicht genutzt werden oder verwahrlosen. Städtische Brachflächen sind Flächen, deren ursprüngliche Nutzung weggefallen ist. Brachflächen unterliegen im städtischen Flächenkreislauf einer ständigen Dynamik. Der zeitliche Lebenszyklus einer Brachfläche kann dabei stark variieren. Die Dauer des Brachliegens ist abhängig von Faktoren wie Altlastenvorkommen, dem Nutzungsinteresse und der generellen Verwertbarkeit. Im Jahr 2012 sind etwa 4% der Siedlungs- und Verkehrsfläche Deutschlands als Brachflächen verzeichnet worden. Dabei steigt der Anteil von brachliegenden Flächen im Bundesgebiet an.

Wie lange liegen Flächen brach?

In der Dreifelder-Landwirtschaft spricht man von einer so genannten Brachephase. In dieser Zeit findet eine Bewirtschaftungsruhe statt, die etwa ein Jahr dauert. Der Aufwuchs wird dabei als Weide genutzt oder sich selbst überlassen, bis schließlich wieder Folgeanbau zum Beispiel mit Getreide und Roggen betrieben wird. In der heutigen, industrialisierten intensiven Landwirtschaft ist ein Brachfallen der Felder aus Ertragsgründen meist unerwünscht.

Die „innerstädtische Brachephase“ beginnt mit Aufgabe der vorherigen Nutzung. Hier kann in gewolltes und ungewolltes Brachfallen unterschieden werden. Im Unterschied zu einer für landwirtschaftliche Zwecke brach liegenden Fläche kann bei einer städtischen Brache nicht davon ausgegangen werden, dass diese zu einer festgelegten Zeit wieder einer Nutzung zugeführt wird. Übertragen auf urbane Brachflächen hängt die zeitliche Dimension der Brachephase von verschiedenen Kriterien ab und ist oft einzelfallabhängig. Zudem ist die Dauer an endogenen Faktoren gekoppelt.

Man kann die Dauer eines Brachenstadiums nicht pauschal prognostizieren, jedoch ist es möglich, die zu betrachtende Brachfläche anhand positiver und negativer Faktoren hinsichtlich einer Folgenutzung zu bewerten. Risiken können zum Beispiel Altlasten oder eine hohe Lärmbelastung darstellen. Begünstigende Faktoren können ein gut strukturiertes urbanes Umfeld oder die Nähe zum ÖPNV sein.

Bedeutung von Brachflächen

Brach liegende Flächen leisten einen Beitrag zur Innenentwicklung und sind daher städtebaulich von großer Bedeutung. Im Stadtbild werden Brachflächen durch die Bevölkerung dagegen eher negativ wahrgenommen.

Brachflächen befinden sich im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und baulicher Wiedernutzung. Jede Brachfläche kann individuelle Merkmale aufweisen. Der „Wert“ von Brachflächen richtet sich zudem nicht nur nach der Fläche selbst, sondern auch nach angrenzenden Flächen und der Einbettung im Stadtgefüge. Brach liegende Flächen besitzen für Investoren eine Wertbeständigkeit und Standortvorteile wie z.B. Nähe zum ÖPNV. Zudem können Erschließungskosten und zum Teil ökologische Ausgleichsmaßnahmen eingespart werden.

Brachflächen sind ab einer Größe von einem Hektar stadtklimatisch relevant. Sie besitzen eine temperaturabsenkende Wirkung und können Kaltluft transportieren. Dabei hängt die Leistungserbringung von der Lage der Fläche ab. Liegt eine Brachfläche im Wirkraum einer Luftleitbahn, kann sie klimatische Ausgleichsfunktionen besitzen und sollte von Querverbauungen frei gehalten werden.

Brachflächen können einen Beitrag für den innerstädtischen Naturschutz leisten, jedoch muss dafür frühzeitig eine naturschutzfachliche Bedeutung heraus gestellt werden.

Brachflächen sind Potenzialflächen für die biologische Vielfalt in der Stadt. Sie bieten Tieren Schutz und sind Ersatzlebensräume für Lebewesen, die im Umland etwa durch intensive Landwirtschaft oder andere Störfaktoren keine guten Überlebenschancen haben. Zudem bieten Brachflächen zahlreichen Rote-Liste Arten einen Lebensraum.

Brachen bieten Freiräume für bürgerschaftliches Engagement darstellen. Der Ansatz des „Bürgergartens“ verknüpft lokales Engagement der Bevölkerung mit Naturschutz in der Stadt. Dabei kann eine Brachflächennutzung etwa durch Vereine und Initiativen erfolgen.

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Ökokonto und Brachflächen

Im Ökokonto sind Flächen verzeichnet, die bei einem Eingriff in Natur und Landschaft vom Vorhabenträger für Kompensationsmaßnahmen gebucht werden können.

Die Ökokonten können dabei die Suche nach einer Fläche vereinfachen.

In Sachsen wird das Ökokonto durch die Sächsische Landsiedlung GmbH (SLS) gemeinsam mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) betreut.

http://www.sls-sachsen.de

 

Die Sächsische Ökokontenverordnung (SächsÖKoVO) regelt den Umgang mit Flächen- und Maßnahmepools im Sinne der Eingriffsregelung. http://www.smul.sachsen.de/sbs/download/SaechsOekoVO.pdf

Was hat das mit innerstädtischen Brachflächen zu tun?

Im Stadtgebiet Dresden gibt es zum aktu

ellen Stand keine Flächen, die über das Ökokonto gebucht werden können.

Hier wäre ein neues Modell denkbar. Bürgerlicher Naturschutz und urbane Gartenprojekte könnten in ihrer Arbeit unterstützt werden.

Die Voraussetzung dafür ist eine Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde gem. SächsÖKoVO § 2.

Könnte sich so ein neuer Typus eines  Gemeinschaftsgarten etablieren?

Die Frage ist spannend, gerade vor dem Hintergrund der Thematik von Naturschutz und bürgerlichem Engagement in der Stadt.

Musterszenario: 

Entstehung eines neuen Bürgergartens

  1. Flächengesuch, Informationen zum Projekt auf der Plattform Brachfläche.de
  2. Projektbeschreibung (Wie soll Naturschutz umgesetzt werden? Betrachtung der Umweltgüter: Arten+Biotope, Landschaftsbild, Boden, Wasser, Klima)
  3. Die Fläche muss sich prinzipiell für das Ökokonto eignen. (Fläche befindet sich hier im Beispiel im kommunalen Besitz und darf verwendet werden)
  4. Ökokonto Exposé mit allen nötigen Angaben
  5. Vorhabenträger wird darauf aufmerksam. Vertrag kommt zu Stande.
  6. Bürgergarten etabliert sich

§1 SächsÖKoVO regelt Eignung von Flächen und Maßnahmen für das Ökokonto

Flächen und Maßnahmen sind für das Ökokonto geeignet, wenn auf ihnen und durch sie die auf Wasser, Boden, Klima, Arten oder Biotope bezogenen Funktionen des Naturhaushaltes oder die Vielfalt, Eigenart oder Schönheit des Landschaftsbildes erheblich oder nachhaltig aufgewertet werden können. 

 

Projiziert auf ein kommunales Flächenmanagement könnte dieses Modell eine reale Aufwertung mit sich bringen.
Garteninitiativen und Projekte könnten direkt gefördert und  besser in die Stadtlandschaft integriert werden.

Eine kartografische Auflistung von Angeboten im sächsischen Ökokonto gibt es hier

http://www.sls-sachsen.de/sls-oekokonto-angebotskarte.html

 

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